hinna gans
mannes häas
hemba räas
hunnat hemba
hinna gans
mannes häas
henge räas
räas mäas
beaste räas
 


Von der Dienlichkeit der Dummheit.

Emil, ein Mäuserich aus dem Hinterland, macht sich an einem späten Herbsttag noch einmal auf den Weg, um Vorräte für den Winter zu sammeln. Hierbei wird er von einer Katze gestellt, die ihn fressen will. Doch kommt alles ganz anders. Emil ersinnt die Lüge, er könne hexen, also zaubern, und verstrickt so die Katze in ein Spiel zwischen Macht und Eitelkeit, zwischen Dummheit und schlauem Witz. Vom Tode bedroht setzt er die Katze in eine Zwickmühle, selbst Opfer ihres eigenen Handelns zu werden. Frisst sie den Mäuserich, dann in Gestalt eines verzauberten Steines, den zu fressen, die Katze mit eigenem Leben bezahlen werde. Oder sie laufe Gefahr, vom Mäuserich - nunmehr als verzauberter Hund - selbst gefressen zu werden. Ein nicht auflösbares Dilemma. So scheint es der Katze klüger, sich einmal selbst mithilfe des "Zauberers" in der Kunst der Verwandlung als Tiger zu versuchen, allein der Hunde wegen. Doch auch dieser Versuch endet für die Katze in einer demütigenden Niederlage. Ein zweisprachiges Lehrstück - nicht nur für Kinder - von der Dienlichkeit der Dummheit und davon, wer wem zu guter Letzt die Bestimmungen bestimmt.
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Moiserisch Emil, Kurt Werner Sänger, Leonore Poth (Illustrationen), Hardcover, 48 Seiten, 12.80 Euro, CoCon Verlag, Hanau 2017, ISBN 978-3-86314-333-6.





he rappelt un schibbelt 
un roiselt im earn 
un zirrat und rumbelt
un schmaißt de dearn

bleest wäsch of 
un scherrelt de beeme
un ka of eam schdiß
de däscha oabheewe

ma ka´n nit fange
nit seh un nit pagge 
nit broore nit schmaigge
nit rische nit laigge 

he brengt ois de raa
un langt ois de sun
un nooschts kast´n
ims aikbaand paife hun

es eas nit de doiwel
nit krachmellersch lina
es eas ke geschbenst
un kean schwoatse hund

es eas - asch wil´s da 
faroore mai keand 
näad aanaschdes 
als wäi de weand

er rappelt und kullert / und rüsselt * im ern ** / und zittert und rumpelt / und schmeißt die Tür-en // bläst wäsche auf / und schüttelt die bäume / und kann auf einem stoß / die dächer abheben // man kann ihn nicht fangen / nicht sehen und nicht packen / nicht braten nicht schmecken / nicht riechen nicht lecken // er bringt uns den regen / und holt uns die sonn / und nachts kannst`n / ums eck pfeifen hörn // es ist nicht der teufel / nicht krachmüllers lina *** / es ist kein gespenst / und kein schwarzer hund // es ist - ich will´s dir / verraten mein kind / nichts anderes / als (wie) der wind.

* Rüsseln - hier das Aufbrechen der Erde mit einem Schweinerüssel als Synonym für Unord-nung. ** Ern - alter fränkischer Name für den Hausflur. *** Krachmüllers Lina steht für eine zänkische, den Krach liebende Frau.
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Geschichten aus unserem Dorf, Günter Debus, in Zusammenarbeit mit Elisabeth und Inge Debus und Beiträge von Karsten Breuer, Wilhelm Düringer, Kurt Sänger, Christof Schuster und Adam Studer, 750 Seiten, Aachen / Angelburg 1996, ISBN 3-00-001109-9.

Siehe hierzu auch den Literaturtipp In der Zwischenzeit auf der letzten Seite.

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