hinna gans
hemba räas
mannes häas
henge hunnat
hunnat hemba
hinna gans
mannes häas
henge räas
beaste räas


Zweisprachiges Kinderbuch im Hinterländer Platt und Hochdeutsch



"Bass emool of, Kadds, asch sai aach woas Besunnaschd, asch ka gehaikse un kinnt, wann asch willt, of de Schdäll ean Hund sai un groat emool dasch gefreasse."
"Vorher fresse ich dich", focht däi Kadds zeregge.
"Och, doas nodst da goanäad, binne Sekunde ka as mach masch aach ie´n Schdee fahaikse, un da laije asch dia im Moache rim, bes de faraikst!"
"Na, dann hex doch mal!"
"Ai, wann des ma nit glääwe weat, da freass masch doch!"


Edst hat däi Kadds eahre läiwe Nuht. Den Moiserisch ze freasse, doas kinnt jo bedoire, feräasgesast, dea kinnt gehaikse, däss se ean Schdee frease deet. Aanaschd erim gedooschd, kinnt der sisch jo ie´n Hund fahaikse un säi sealbst freasse.Un su wollt se da uschd emool alles röue lesse un deam Moiserisch sai Haikserai emool äasprowian.


Moiserisch Emil, Kurt Werner Sänger, Leonore Poth (Illustrationen), Hardcover, 48 Seiten, 12.80 Euro, CoCon Verlag, Hanau 2017, ISBN 978-3-86314-333-6.

Rezensionen

"Ein wenig Klassenkampf muss schon sein, da kann der Erzähler nicht aus seiner Haut, und die Erfahrungen mit Politikersprechblasen und leerem Imponiergehabe kommen auch in der Märchenwelt zur Geltung." - Josef Wittmann, Internationales Dialektinstitut.

"Mehr als 20 Jahre fristete dieses Mundartwerk sein Dasein in einem Mauseloch, bis es Sänger wieder an das Tageslicht hervorholte und auf der Deutschen Buchmesse mit Leonore Poth eine Illustratorin für die neu bearbeitete Geschichte fand. Bemerkungswert ist bei allen Werken, wie es der Künstler versteht, seine Umwelt zu beobachten, Abläufe oftmals heiter vor ernstem Hintergrund darzustellen." - Helga Peter, Zeitungsgruppe Lahn-Dill / Wetzlardruck.

"Und so ist auf den ersten Blick das Machtgefüge zwischen der kleinen, detailreich gestalteten Maus und der großen, plumpen Katze ersichtlich. Auf die vermeintlich Stärkere schüttet der Autor zudem Hohn und Spott in Form bildhafter Vergleiche aus." - Christine Fauerbach, Wetterauer Zeitung.


Foto: Edgar Meistrell, Hinterländer Anzeiger

"Als klassischer Heimatdichter will sich Sänger indes nicht verstanden wissen. Ihm gehe es nicht um einen geschönten, verklärenden Blick auf eine Gemeinde, eine Region oder eine Landschaft. Vielmehr müssten auch Sprache und Themen den gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung tragen und Kritik üben. Traditionalisten, die allles bewahren wollten, ließen dies außer Acht. Den Arbeitsplatz Dorf gibt es nicht mehr." Andreas Groth, Frankfurter Rundschau.

 
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